Aufgaben und Rollen des Erziehers, der Erzieherin

Der Erzieher ist Entwicklungs- und Bildungsbegleiter des Kindes. Diese Aufgabe ist sehr anspruchsvoll und bedeutet, dass der Pädagoge seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen muss.

Der Erzieher akzeptiert die persönliche, individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes, dass bedeutet, dass er situativ in der einzelnen Situation auf das Kind eingehen muss. Er reagiert auf das Kind und erweitert mit diesem gemeinsam dessen Erfahrungsfeld.

Der Erzieher steht als Bezugsperson zur Verfügung, die sich daran orientiert, was das Kind braucht, d.h. Nähe oder Distanz zulassen und Explorationsverhalten ermöglichen und akzeptieren zu können.

Die Begleitung des Kindes muss entwicklungsgemäß sein, wenn sie sich am Kind orientiert.

Auch der Erzieher ist im Zusammenspiel mit den Kindern eine ständig lernende Person. Er muss nicht alles wissen, kann sich aber durch die Fragen und Interessen der Kinder mit diesen gemeinsam neues Wissen eröffnen.

Der Erzieher „dient“ im Kindergarten dem Kind und hat Respekt vor den Kindern.

Gleichzeitig ist auch die Vorbildfunktion des Erziehers herauszustellen. Damit verbunden ist auch der politische und religiöse Auftrag der Pädagogen. Auf das Vorbild kommt es an und zwar nicht mehr und nicht weniger als auf das aktive Lernen. Vorbilder sind genauso wirksam wie Selbsterleben. Gemeint ist damit sowohl die Haltung der Erwachsenen wie auch das Verhalten und Tun.

Wann immer und wie immer wir, die Erwachsenen, uns in der Gegenwart von Kindern verhalten, aktivieren wir in ihren Hirnen bereichsspezifische Spiegelneuronen.

Der Erzieher gibt den Kindern Halt. Dabei ist eine Balance herzustellen zwischen dem was nötig ist an Disziplin und Regeln und der Freiheit der Entwicklung.

Materialauswahl

Die Materialauswahl muss berücksichtigen, dass das assoziative Denken der Kinder das Lernen fördert. Das bedeutet Kinder verändern die Gegenstände danach wozu sie sie benötigen bzw. was sie für sie sein können.  Auch das Mobiliar kann und darf dabei ins Spiel einbezogen werden. Sowohl Mobiliar als auch Spielmaterial müssen veränderbar sein und dürfen zweckentfremdet werden.

Ein Verhältnis von 80:20 ist eine sinnvolle Zusammensetzung von Material, dass veränderbar ist zu solchem das nicht verändert werden soll, da es einen bestimmten moralischen oder materiellen Wert darstellt. (z.B. Der einzige Tisch auf dem man nicht sitzen darf, ist der Esstisch.)