Pädagogischer Schwerpunkt

Vom pädagogischen Ansatz arbeiten wir situationsorientiert, d.h. aus gezielten Beobachtungen der Kinder und des Gruppengeschehens entwickelt sich das jeweilige Projektthema der Gruppe ( nach Armin Krenz ).

Die Projekte ergeben sich aus den Lebensthemen der Kinder, d.h. was interessiert und bewegt die Kinder ( z. B. Umwelt – und Naturthemen, Jahreszeiten, Familiensituationen ).

In Absprache mit den Kindern bzw. für die Kinder überlegen wir, welche Lieder, Spiele, Geschichten,… sinnverbunden berücksichtigt werden können (Bildungsauftrag). Es werden dabei immer alle Lernbereiche wie der emotionale, der soziale, der motorische und der kognitive Bereich angesprochen.

Das Projekt kann im Schnitt sechs Wochen bis zu sechs Monaten dauern.

Wir wollen den Kindern damit die Möglichkeit geben, lebensbedeutsame Situationen zu verarbeiten, um sich wahrnehmungsoffen und engagiert mit ihrem gegenwärtigen Leben beschäftigen zu können.

In unserem Kindergarten werden Kinder im Alter von 2,5 Jahren bis zur Einschulung in drei Gruppen in ihrer Entwicklung betreut, begleitet und gefördert.

Die Kinder aller Gruppen haben die Möglichkeit untereinander zu Kontakten und an gruppenübergreifenden Angeboten teilzunehmen.

Uns ist es ein Anliegen, dass den Kindern in einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt angeboten werden.

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun.

Denn wenn man genügend gespielt hat, solange man klein ist – dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später sein ganzes Leben schöpfen kann.“ (Astrid Lindgren)

Der letzte Kindergartenjahr/ Vorschuljahr

Die Förderung der Kinder im Hinblick auf die Schulfähigkeit findet vor allem beim Freispiel und bei den Gruppenprojekten statt, z.B. durch anspruchsvollere Spiele, Bilderbücher, Bewegungsangebote,…
Schulfähigkeit heißt,

  • dass Kinder neue und unbekannte Anforderungen,
  • aufgrund einer stabilen Selbstsicherheit neugierig und aufmerksam, sowie angstfrei aufgreifen,
  • und mit Interesse und Konzentration nach einer Lösung suchen und sie auch finden.

Entwicklungsforscher haben festgestellt und weisen auch heute immer wieder darauf hin, dass Kinder durch die Vielzahl des Spiels zur Schulfähigkeit gelangen.

Die Schulfähigkeit umfasst die vier Lernbereiche

  •   Emotionaler Bereich – Gefühlebene
  •   Motorischer Bereich- Handlungsebene
  •   Sozialer Bereich- Umgangsebene
  •   Kognitiver Bereich- Denk- und Wissensebene

Gemeinsam mit den Vorschulkindern werden wir uns auch in diesem Jahr wieder mit unterschiedlichen gruppenübergreifenden Projekten auseinandersetzen

 

Zusammenarbeit mit der Grundschule

Durch altersangemessene, individuelle Förderung und durch die enge Zusammenarbeit mit der Grundschule, soll ein fließender Übergang zur Grundschule geschaffen werden. Wir arbeiten sehr eng mit der Grundschule zusammen. Jährlich erstellen wir einen Kooperationskalender

Dazu gehören gemeinsame Dienstbesprechungen, gegenseitige Einladungen, wie z.B. zu Theateraufführungen, Laternenfeste,…

Ferner haben wir uns folgende Aufgaben gestellt:

  • Entwicklung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses
  • Beobachten und Dokumentationen


Unsere Krippengruppe

Aufgrund veränderter Lebensbedingungen von Familien und Kindern (Berufstätigkeit beider Elternteile, Alleinerziehende, Einzelkinder,…) sind Betreuungsangebote notwendig, die auch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren einschließen.

Nach Ermittlung des Betreuungsbedarfs der Familien wurde ab August 2011 eine Krippengruppe als zusätzliches Angebot in unserem Kindergarten eingerichtet, mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Margaretha als Träger.

In der Kinderkrippe arbeiten zwei Erzieherinnen und eine Kinderpflegerin, die sich thematisch sehr intensiv mit der Altersgruppe der Krippenkinder durch Fortbildungen, Literatur, Fachgespräche mit Fachkräften in Krippengruppen auseinandergesetzt haben, um so den Bedürfnissen und Entwicklungsthemen der Krippenkinder zu entsprechen.

Es können bis zu 15 Kinder im Alter von 0-3 Jahren in der Kinderkrippe aufgenommen werden.

Die Öffnungszeiten und die Elternbeiträge sind denen des Kindergartens angeglichen.

Die Räumlichkeiten sind so konzipiert, dass sie den Entwicklungsthemen der Kinder entsprechen und ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden.

Die Spielmaterialien sind so ausgewählt, dass sie nicht nur eine Funktion haben, sondern zum freien Experimentieren herausfordern.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Bindung und Eingewöhnung.

Aus der Bindungstheorie wissen wir, wie prägend die primäre Bindung eines Kindes ist, in der Regel zur Mutter/zum Vater.

Für das Kind bedeutet der Besuch der Krippe oftmals einen ersten Lösungsschritt von ihren vertrauten Personen, der behutsam begleitet werden muss.

Wir orientieren uns an dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“, das auf der Grundlage der Bindungstheorie entwickelt wurde und folgende Schwerpunkte hat:

  • Elternbegleitend
  • Beziehungsorientiert
  • Abschiedsbetont.

Für uns ist die Eingewöhnungszeit Bildungszeit. Durch eine gute Eingewöhnung schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen für die weiteren Entwicklungsprozesse der Kinder.

 

Die Lernbereiche bilden einen Rahmen, um die Vielfalt der Lern- und Bildungswege von Kindern unter 3 Jahren aufzuzeigen. Sie sind untereinander vernetzt und wechselseitig voneinander abhängig. (Wahrnehmung, emotionale Entwicklung und soziales Handeln, Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und Freude am Lernen, Körper, Bewegung, Gesundheit, Kommunikation, Sprache, Sprechen, lebenspraktische Kompetenzen, Mathematisches Grundverständnis, Ästhetische Bildung, Natur- und Lebenswelt, Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz) . Wir orientieren uns dabei an den Handlungsempfehlungen – Kinder unter drei Jahren- zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder, 2012)

Bei uns sind die Krippen- und die Kindergartengruppen in einem Haus untergebracht, sodass gegenseitige Besuche möglich sind. Das Krippenkind hat dabei schon die Gelegenheit sich an den Kindergartenalltag zu gewöhnen. Die Bewältigung dieses Übergangs ist von Kind zu Kind verschieden und wird individuell begleitet.

 

Unser Tagesablauf ist so gestaltet, dass wir einerseits Strukturen vorgeben, die dem Kind Orientierung und Sicherheit geben, andererseits ist es uns wichtig, den Kindern genügend Freiräume für Eigenaktivitäten zu geben.

Für unsere Arbeit sind uns ein offener Austausch und eine vertraute Beziehung zu den Eltern besonders wichtig. Während der täglichen Bring- und Abholphase nehmen wir uns Zeit für einen kurzen und persönlichen Austausch, z.B. über das Befinden des Kindes,…

Bei Bedarf vereinbaren wir Gespräche mit den Eltern und tauschen uns über Erziehungs- und Entwicklungsfragen aus. Wir „behandeln“ diesen Austausch selbstverständlich streng vertraulich.

Stand: März 2018